File Server mit dem Raspberry Pi3

Es folg eine kurze Beschreibung wie man das in der Überschrift genannte schnell und ’schmutzig‘ erledigt.

Im Wesentlichen habe ich dabei die passende Schnittmenge der Schritte aus dem sehr gut gemachten Tutorial bei good to know database[1] und der Anleitung bei Instructables[2] befolgt. Ich habe mich dabei auf das Ziel konzentriert und nicht auf das Lernen der Grundlagen, letzteres werde ich nich nachholen. Im Moment reicht es mir das mein Fileserver in meinem LAN läuft.

Die offizielle Seite zu NFS findet sich da: FreeBSD.org

Systemvoraussetzungen

Benutz habe ich einen Raspberry 3 als Server. Als Client wurde mein MacBook Pro mit Mac OS X 10.9.1 eingesetzt.

Alle externen Links in diesem Artikel wurden das letzte mal am 30.5.2016 getestet und für aktiv befunden.

Auf dem Server (dem Raspberry):

Quelle [1] und [2] setzen etwas Vorwissen zum Thema Linux und dessen Konzept zur Systemaktuallisierung voraus und das hatte ich nicht. Kurz: Man sollte, bevor man mit dem Einrichten des NFS- Servers beginnt, sein (Server-) System auf den neuesten Stand bringen. Das geht so:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get dist-upgrade

Der NFS- Server sollte sich jetzt so installieren lassen:

sudo apt-get install nfs-kernel-server nfs-common rpcbind

Als nächstes erzeugt man ein Verzeichnis in dem die Dateien liegen, auf die man (mit dem Client) zugreifen möchte:

mkdir /home/pi/nfsFolder

Am einfachsten – aber auch potentiell am gefährlichsten – ist es, wenn man für die Zugriffe darauf alle Rechte freischaltet.

Dieses Verzeichnis muss man nun noch in der Konfigurationsdatei  /etc/exports anmeldenden. Dazu schreibt dort die folgende Zeile hinein:

/home/pi/nfsFolder xxx.xxx.xxx.xxx(rw,sync,insecure)

Die mit xxx…. bezeichnete IP- Adresse ist die Adress des Clients dem man den Zugriff auf das Verzeichnis erlaubt. Ersetzt man die durch einen *, dann darf jeder auf das Verzeichnis zugreifen.

Wichtig – aber deutlich betreffend der Sicherheit – ist die Option insecure. Damit hat das Client- seitige mounten ohne Probleme geklappt (Von der Shell aus und im Finder – dort mit cmd- K).

Server starten:
Die unter [1] beschriebenen Schritten zum starten des Servers habe bei mir nicht zum Erfolg geführt. Geklappt hat es so:

/etc/init.d/rpcbind start
/etc/init.d/nfs-common start
/etc/init.d/nfs-kernel-server start

Auf dem Client (mit dem Server verbinden):
Prüfen ob der Server läuft:

showmount -e xxx.xxx.xxx.xxx

Das auf dem Server in der Datei exports angegebenen Verzeichnis sollte – inklusive der eingestellten Rechte – angezeigt werden.

Mounten

Im Finder führt die Tastenkombination CTRL- K zum Erfolg. In der Shell geht das so:

sudo mount_nfs xxx.xxx.xxx.xxx:/home/pi/nfsFolder /Volumes/nfs/

Trouble Shooting 

der Link war sehr hilfreich:

http://www.tldp.org/HOWTO/NFS-HOWTO/troubleshooting.html#SYMPTOM9

 

Retro Spiele Konsole

Mit dem Raspberry Pi kann man vieles machen. Das erste was ich damit angestellt habe war, ihn in eine Retro- Spielekonsole zu verwandeln.

Das geht einfacher als man denk. Emulationen für die gängigsten Systeme  gibt es schließlich in Hülle und Fülle. Wenn man es sich ersparen möchte jedes System für sich herunterzuladen und zu installieren, dann kann man sich des RetroPi- Projektes bedienen. Die Software bietet ein Bündel der beliebtesten Systeme und läßt sich dank eines vorbereiteten Shell- Scriptes weitgehend automatisch installieren. Anleitung und Script gibt es hier.

Wenn man sein RPI mit dem Internet verbunden hat kann man alles damit, von der Shell aus erledigen. Ansonsten kann man das auch über eine SSH- Verbindung  machen. Wie man das geht, steht da im Blog.

Die Installation dauert eine Weile. wenn alles fertig ist wird man noch darauf aufmerksam gemacht, dass man für einige der Systeme noch die passenden BIOS’e benötigt (die ROMS mit dem jeweiligen Betriebssystem). Selbstverständlich sind die genauso wenig in den Paketen enthalten wie die Spiele (Copyright’s). 

Wenn das Script fertig ist, wechselt man in sein Home- Verzeichniss, das geht so:

cd ~

Dort sollte nun der Ordner RetroPi liegen. Die darunterliegende Verzeichniss Struktur ist selbsterklärend. Laut der Ordnerliste im Verzeichnis ROMS werde die Folgenden Systeme emuliert:

Emulierte Systeme:

amiga atari5200 c64 fds genesis mame-mame4all neogeo pcengine sega32x videopac
amstradcpc atari7800 coco gamegear intellivision mastersystem nes ports segacd wonderswan
apple2 atari800 dragon32 gb macintosh megadrive ngp psp sg-1000 wonderswancolor
arcade atarilynx dreamcast gba mame-advmame msx ngpc psx snes zmachine
atari2600 atarist fba gbc mame-libretro n64 pc scummvm vectrex zxspectrum

 

SSH

SSH (Secure Shell). Mit UNIX Systemen kann man damit Verbindung zur Shell eines anderem Computers herstellen der im Netzwerk (LAN) angemeldet ist und ihn damit – gewissermaßen – fernsteuern.

SSH ist mein vorsichtiger Einstieg in das ‚Netzwerken‘. Anlass war mein kürzlich erstandener Raspberry Pi 3. In Ermangelung eines Zweit- Monitors habe ich mich einfach mit der hier beschriebenen Methode in die Kommandozeile meines RPI eingeloggt. Das geht so:

Ich habe eine fritzBox und ein Mac Book. Den RPI verbindet man mit einem Patchkabel direkt mit der fritzBox. Nach ein paar Sekunden sollte die Box den RPI erkennen. Die IP- Adresse kopiert man sich und wechselt dann in die Shell seines Client- Computers (in meinem Fall also mein Mac Book). Die SSH Verbindung stell man so her:

ssh pi@ip-adresse_hierher_kopieren

Vor dem ‚@‘ steht der username und dahinter die IP- Adresse die der Router – in meinem Fall die fritzBox –  dem RPI im Netzwerk zugewiesen hat.

Wenn die Verbindung hergestellt wurde, wird das Password abgefragt. Wie auf raspberry.org beschrieben sollte das ‚raspberry‘ lauten. Nach der Eingabe findet man sich in der Shell des RPI.

Das war es!